Und sie lebten in ihrer Blase, doch ein Leben war es nicht

Viele Menschen, mit denen ich aufwuchs und mit denen ich mein Leben verbrachte, lebten mehr oder weniger extrem in einer Blase, die sie umgibt. Das ist ihre „Mauer“, hinter der sie sich verschanzen und die sie nicht auflösen wollen.

Die Leute mit ihren Blasen hören einem gar nicht richtig zu, sondern beschäftigen sich nur mit sich selbst. Wenn wir das Gefühl haben, sie hören zu, zeigen sie dir bei der nächsten Gelegenheit, dass sie sowieso alles besser wissen und nicht auf dich hören. Sie lassen nichts an sich heran, die Blase steht zwischen der Wirklichkeit und ihrem Umfeld, so kommt es zum Beispiel dazu, dass sie keine ehrliche Trauer oder Ernsthaftigkeit „ernstnehmen“ können.

Sie leben in ihrer Blase weiter und merken nicht, wie weit das wirkliche Leben entfernt ist… Ich habe nur wenige Menschen kennengelernt, die in der Lage sind, ihre Blase zu durchbrechen. Nur wenige können sich so öffnen, dass sie die anderen wahrnehmen, ihre Gefühle an sich heranlassen und ihnen wirklich zuhören.

Warum die Erde und ihre Bewohner weitersinken

Einen Grund, warum die Erde ein weiterhin sinkender Planeten ist, habe ich in diesem Artikel einmal im Zusammenhang mit Musik erläutert.

Es geht um Jugendliche, die Techno hören. Viele Jugendliche hören „Techno“, „Aggro-Rap“ und andere unbeseelte, scheppernde „Musik“. Und warum geht deshalb die Erde unter? Weil in dieser Musik kein Platz mehr für die Seele ist, und demnach auch nicht in den Menschen. Auch wenn diese Jugendlichen nach aussen hin normal und freundlich erscheinen und sich nicht abgehackt oder technisch benehmen, haben sie dennoch eine Vorliebe für genau solche Musik. Im Hintergrund ist meist eine enorme Aggression und Wut beobachtbar, die sie aber abspalten, bewusst oder auch unbewusst.

Die Jugendlichen müssten die Chance bekommen, sich ihrer Wut bewusst zu werden und sie zu bearbeiten, damit die Welt von ihrer schrecklichen Musik befreit wird und sie ihre Seele heilen können. Doch wie sollte das möglich sein? Selbst die Erwachsenen bearbeiten ihre abgespaltenen Gefühle nicht… Wir sehen also, die Erde wird weiterhin niedersinken.

Probleme kann man nicht austricksen

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie wir mit Problemen umgehen. Eine Methode, die ich wichtig finde, ist, dass man sein Problem anspricht und sagt, was einen bewegt. Viele Leute versuchen aber, ein Problem zu ignorieren und drumherum zu leben. Wenn man das Problem ignoriert, ist es aber trotzdem noch da. Deshalb kann das nicht richtig sein. Wenn man jemanden z.B. arrogant findet und es nicht sagt, dann kann es sein, dass sich die Beziehung immer weiter auflädt und man dem anderen unterschwellige Verletzungen zufügt, die immer grösser werden.

Es gibt auch andere Methoden, mit Problemen umzugehen: Wenn man zum Beispiel versucht, auf „eigene Initiative“ an das Problem heranzugehen und sich dann zu sagen, das sei jetzt gelöst. Das letztere ist manchmal richtig, aber es kann auch falsch sein und andere verletzen, die nicht in die Problemlösung einbezogen wurden.

Noch verletzender für Dritte kann es sein, wenn jemand selbst Probleme erfindet. In solchen Fällen hat man sich selbst überschätzt und aus egoistischen Gründen gehandelt, oder man hat sich unterschätzt und aus Ängsten heraus gehandelt. Wenn man egoistisch gehandelt hat, wird anderen oft Schaden zugefügt. Es gibt Leute, die kleine Makel zu grossen Problemen machen. Wenn sie zum Beispiel klein sind, dann nutzen sie das aus, um immerzu „wegen ihrer Körpergrösse“ Hilfe in Anspruch zu nehmen – Obwohl sie einfach nur hilfsbereite Leute missbrauchen wollen.

Meine Erfahrung ist, dass es hilft, wenn man sein Problem mit anderen beredet und sich Gedanken darüber macht, denn auch wenn es nicht ganz gelöst ist, hat man dann einen Schritt in Richtung Lösung gemacht.

Wer mutig ist, lässt sich schonmal frustrieren

Mir ist aufgefallen, dass es einem manchmal schwerfällt, sich frustrieren zu lassen. Frustration ist ein Gefühl, dass keiner gerne mag und deshalb versucht man, es zu vermeiden. Doch es gibt Fälle, wo man ohne die Bereitschaft frustriert zu werden, nicht dazulernen kann:

Mit der Frustration lässt man auch die Erkenntnis zu und man akzeptiert die Wahrheit. Man ist sich selber treu und bereit, daraus zu lernen. Solange wir die Frustration aber vermeiden und zum Beispiel Lügen darum herum aufbauen, werden wir in unseren alten, fehlerhaften Verhaltensmustern bleiben.

Mein Traum vom Wushu-Kloster

In diesem Artikel werde ich etwas persönlicher schreiben: Heute hatte ich einen interessanten Traum, den ich euch mitteilen möchte. Der Traum handelt von einem Wushu-Kloster. Wushu ist eine chinesische Kampfkunst, bei der es vorallem um Bewegungsabläufe und Ästhetik geht und die eher die Weiblichkeit zum Ausdruck bringt. Ich habe auch in meinem echten Leben Wushu trainiert und zwei verschiedene Schulen besucht, in einer davon hatte ich einen chinesischen Lehrer. Das waren für mich wichtige und spannende Erfahrungen.

Mein Traum:
Ich suche eine Wushu-Schule in China auf. Sie ist gleichzeitig ein Kloster. Dort werde ich als Schülerin angenommen. Die Lehrer, wie auch viele Schüler, sind Deutsche, eine Frau und ein Mann. Die Frau ist schwach und hat gar keine Autorität. Der Mann hingegen ist ein unheimlicher Typ, er erinnert mich an einen düsteren Magier in einem Märchen. Die Schüler, die sie unterrichten, sind viel zu viele und sie haben gar keine Chance, sich zu behaupten und Ordnung herzustellen. Der Umgang unter den Schülern ist roh. Sie sind gemein zueinander und lachen sich gegenseitig aus. Ich stelle den Lehrern viele Fragen über das Kloster und den Unterricht, doch sie sind nicht imstande, mir zu antworten.

Ich überlegte mir nach diesem Traum, was er zu bedeuten hat. Es kommt mir so vor, als dass im chinesischen Kloster gar keine richtigen Meister mehr sind und die Schüler sich nicht mehr für eine richtige Wushu-Ausbildung interessieren. Die Leute wissen auch gar nicht, was sie hier überhaupt machen. Sie scheinen den Sinn dessen verloren zu haben, um was es geht. Die Schüler haben vergessen, wie man sich richtig ausdrückt und sind nur noch gemein zueinander und die Lehrer wissen nicht mehr, wie Wushu funktioniert.

Ich habe diese Beobachtung auf andere Bereiche der Gesellschaft ausgedehnt. Ich stelle fest, dass die Menschen oft nicht mehr ehrlich und authentisch zueinander sind, sondern gemein und falsch. Viele wissen nicht mehr, warum es die alten Traditionen überhaupt gibt und was ihr Sinn ist. Es kommt mir fast so vor, als würden die Menschen leere Handlungen ausführen und den Grund dafür vergessen haben oder aber, sie haben den falschen Grund dafür.

Häme- und Bosheitsfeld verdrängt Bewusstwerdung

Mir ist folgendes aufgefallen: Ein Häme- und Bosheitsfeld verdrängt die eigentliche Bewusstwerdung der Trauer. Diese Bewusstwerdung ist dringend nötig zur Bearbeitung von Trauer. Um sie nicht durchleben zu müssen, versucht man, sich mit falscher Häme und Bosheit davor zu schützen. Damit entfremdet man sich von wahren Gefühlen und lebt in einem verlogenen Feld.

Dieses Feld macht die Verletzung anderer möglich, ohne Reue zu fühlen, und auch die Verletzung seiner eigenen, feineren Anteile. Letzten Endes ist dieses Feld vielleicht praktisch, um Rache zu nehmen, nicht aber, um Frieden zu finden.

Pseudo-Glück

Man kann nicht glücklich sein, wenn es nicht stimmt. Eingebildetes Glück ist Pseudo-Glück. Wenn man so tut, als wäre alles in Ordnung, zerstört man die Seele. Denn man sieht ja, dass in dieser Welt nicht alles in Ordnung ist. Unsere Träume sind dafür sehr gute Wegweiser. Sie zeigen uns, was alles nicht stimmt und was an dieser Welt falsch ist. Unser Unterbewusstsein, welches uns die Träume schickt, befindet sich bei fast allen Menschen im Verborgenen. Die einzige Weise, auf die wir es aus diesem Schatten holen können, ist der Traum oder die Meditation.

Das Unterbewusstsein hat uns in seiner Macht, solange wir es nicht aktiv aufdecken. Denn dann kann unser Schatten wachsen, der wütend und unzufrieden, geizig und eitel oder faul und verlogen ist. Wenn wir ihn verdrängen und so tun, als wäre alles in Ordnung, wird er immer grösser und spaltet unsere Seele. Daher ist es die Aufgabe von jedem Menschen, seine Träume zu deuten. Sie sind ein Kanal zwischen Unbewusstem und Bewusstsein und klären uns über die Wahrheit auf. Sie zeigen uns auch das, was wir verdrängen und was wir nicht wissen wollen.

Die Traumwelt zeigt uns unseren Schatten, den Schatten unserer Familie und den Schatten unserer Welt. Das meiste Wesentliche findet in der Welt des Unbewussten statt. Die materielle Welt ist höchstens ein Spiegel der wahren Welt. Meistens ist sie nur eine Ablenkung dessen, was wirklich wichtig ist und dessen, was gerade passiert. Es gibt das Böse, es ist sogar in uns selbst. Solange wir pseudo-glücklich sind und das Böse mit unserem Make-up verdrängen, kann es unbeschwert weiter wachsen.

Materielle Ablenkung

Wenn wir zurückreisen, in die Zeit vor der Technologie, kann man wohl einstimmig sagen, dass die Menschen weniger von aussen beeinflusst worden sind. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen der Medienansturm aus der heutigen Zeit auf uns hat. Wir sind jeden Tag konfrontiert mit Werbeplakaten, leuchtenden Aufschriften und mit dem „überfallsartigen“ Informationsfluss der sozialen Medien.

Die Frage ist: Wie verändern wir uns dabei? Ich bin mir ziemlich sicher, dass hinter dieser materiellen Ablenkung eine Strategie steckt. Natürlich, die Politik will uns kontrollieren und die Medien wollen uns beeinflussen. Aber vor allem sollen wir vergessen, was wirklich wichtig ist. Man will uns davon ablenken, wer wir wirklich sind, was unsere wirklichen Bedürfnisse sind.

Die Menschen müssten sich eigentlich erinnern, warum sie hierher gekommen sind. Was ist unser Ursprung? Wie kommen wir zu unserem Ursprung zurück? Wir sollten nicht noch mehr in die Materie hineinfallen, sondern vielmehr die feinstoffliche Welt erkunden und unsere Fähigkeiten entdecken. Es gibt viel mehr als die Materie, sie ist nur ein kleines Abbild dessen, was sie geschaffen hat.

Um zu der Ablenkung zurückzukommen: Das System, welches über uns bestimmen will, kann nicht zulassen, dass wir es durchschauen. Das würde den Untergang des Materialismus, der Lüge und des Betrugs bedeuten und diese Welt würde sich drastisch ändern…. Also müssen die „Schöpfer unseres Systems“ dafür sorgen, dass sie uns kontrollieren, bevor wir sie am Wickel haben könnten.

Es gibt nichts, was nicht zuvor im Geist war

„Alles Gescheite ist schon gedacht worden,
man muss nur versuchen,
es noch einmal zu denken.“
(Goethe)

Es gibt nichts, was nicht zuvor in der unendlichen Weisheit war. Wir können nicht etwas „erfinden“ in dem Sinn, in dem wir es als einzige gedacht haben und es deshalb „unsere“ Erfindung ist. Denn im kollektiven Unbewussten existiert bereits alles, was uns in den Sinn kommt. Nur deshalb kommt es uns in den Sinn, weil es schon existiert.

Übrigens:
In der Bibel heisst es: „…dass alles Sichtbare aus Unsichtbarem entstanden ist.“ (Hebräer 11:1-3, Einheitsübersetzung 2016)
Das heisst, auch Materie kann nur existieren, wenn sie vorher im grossen Geist vorbereitet wurde.

Was wir für die Seele tun

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie Menschen mit ihrer Seele umgehen. Es ist ja offensichtlich, dass die meisten Leute nichts für sie tun, weil ihnen die materielle Welt viel wichtiger ist. Doch nach unserem irdischen Leben ist das einzige, was weiterlebt, die Seele. Und die muss dann in einer ganz anderen, astralen Welt überleben, die im Vergleich zur Materie viele verschiedene, herausfordernde, Schichten und Ebenen hat.

Unsere Aufgabe ist es, in diesem kurzen Abschnitt, in dem wir einen Körper tragen, die Seele für die folgenden Welten vorzubereiten und darauf zu achten, dass sie in bessere Welten reisen kann. Die Erde ist ja eigentlich nur ein Ort manifestierter Probleme. Hier gibt es keine Harmonie und schon gar kein Lebensraum für die Seele, sie wird im Körper eingesperrt wie in einem Gefängnis.

Es ist also wichtig, seelische Arbeit zu leisten und ein Gleichgewicht zwischen dem seelischen und dem ebenfalls anspruchsvollen, materiellen Leben zu finden. Es wird Zeit, dass wir hinter den Vorhang sehen und unsere Seele kennenlernen. Denn sie lebt in einer Welt, die im Vergleich zur Materie viel realer ist. Diese Welt, die im Unsichtbaren liegt, ist viel mächtiger und grösser, als unsere Alltagswelt, die sichtbare Welt.